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| Kunstwerk Katzen-Kebap |
| Little Lucy am Dönerspieß, mehr Berlin-Folklore kann El Bocho mit seiner modernen Zille-Figur gar nicht provozieren. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass sich eine Katze am Spieß dreht. Seit Tom & Jerry gehört solche Tierquälerei zum guten Ton in der Comic-Welt. |
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| Kunstwerk Etikettierte Glühbirne |
| Hier werden Relationen klargestellt. Ein originaler Preisaufkleber wäre etwa ein Zwanzigstel kleiner. Das Glühbirnenmännchen würde dann ungefähr 15 Zentimeter messen und die Mauer samt Haus könnte man bequem in einen Kinderwagen stecken. Ein schönes Detail: Die Nummer über der Preisangabe kann man als „SO 36" lesen, der Kennung für Kreuzberg, dem sprichwörtlichen Bezirk für zivilen Ungehorsam. |
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| Kunstwerk Tod eines Sprayers |
| Graffiti lebt von der Aura des abenteuerlich Rebellischen und Gefährlichen. Diese Schablone zitiert das berühmte Foto des sterbenden Soldaten, das als „Why?"-Poster in jedem 70er-Jugendzimmer hing. Der heroisch sterbende Sprayer prangt auch an der Charité oder dem Prinzenbad. |
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| Kunstwerk Zweizackige Gabel |
| Das Motiv der zweizackigen Gabel kehrt in Eltonos Arbeiten immer wieder. Näher ran kommt Graffiti nicht an Bauhaus und Neo-Geo. |
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| Kunstwerk Wrestling Woman |
| Diese barbusigen Frauen im Ringkampf könnten einem der über-sexualisierten Filme von Russ Meyer entstammen. Übertreibe den Sexismus und er führt sich selbst ad absurdum. |
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| Kunstwerk Rambo-Engel |
| Rambo als barocker Putto mit zart geschwungenem „Love hurts"-Schriftzug und blutrotem Stirnband. Das ist genau der Clash der Kulturen, den Dolk in seinen frivolen Stencils voller Trivialkultur-Verweise am liebsten ausreizt. |
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| Kunstwerk Fleischwolf |
| Ein Fernseher wird durch den Fleischwolf gedreht und kommt als Schmetterlings-Heft-Schwarm wieder heraus. Die altertümliche Technologie passt zur poetischen Medienkritik. |
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| Kunstwerk Schwarz- Weiß Gesicht auf grünem Hintergrund |
| Das überlebensgroße „Old Face" fesselt mit seinem Naturalismus. Die Falten und Haare lösen sich aber auch als Flechtmuster in die Abstraktion auf. Dieses Paradox der übergroßen Deutlichkeit reizt Terlecki gerne aus. |
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| Kunstwerk Angriff der Käfer |
| Eine der typischen legeren Slacker-Figuren von Alias. Das Zusammenspiel mit den Käfern ist irritierend. Durch den Bezug zum Alias-Menschen wird erst deutlich, wie riesig die Käfer sein müssen. |
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| Kunstwerk Kateröses Model |
| Hochglanz-Melancholie im tristen Berliner Alltag. Dieses XooooX-Model hat einen Kater. Den hat Berlin auch. Die Stadt sieht nur längst nicht so gut aus dabei. |
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| Kunstwerk Lady in Red |
| El Bocho kann auch romantisch. Hier versteckt sich zwischen den Stahlpfosten ein geheimnisvoll erotisches Cut Out, das direkt einem Spionage-Comic zu entstammen scheint - mit einem Macho-Helden, natürlich. |
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| Kunstwerk Urban Indian |
| „Großstadtindianer" hat man in den 80ern die Hippie-Renegaten gerufen. Dieser Junge in der typischen 50er-Jahre-Schuluniform mit Kniestrümpfen und Shorts sucht aber nicht den Strand unter dem Pflaster, er scheint ganz gefangen im Großstadtdschungel. Die Giraffen auf seinem Hemd verhöhnen ihn. Vielleicht sind sie auch ein Kommentar zu den falschen Träumen, mit denen die Grafik-Agentur „Platoon" arbeitet, auf deren Bürocontainer dieses Cut Out klebt? |
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| Kunstwerk Blockbuster Ad |
| Wird hier ein neuer Blockbuster beworben? Dieses durchkomponierte Wandgemälde wirkt wie eine Hochglanz-Produktion zwischen der üblichen Do-it-Yourself-Streetart. Die Pieces am unteren Rand scheinen es zu überwuchern, wie sich die Natur die verwaiste Zivilisation zurückerobert. Flankiert wird das „Filmplakat" von zwei der bekanntesten Streetart-Motive: rechts CBS' Schwabenfäustle und links El Bochos Little Lucy. |
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| Kunstwerk Wäscheleine |
| Die Berliner „Fuck Your Crew" malt in den unterschiedlichsten Stilen und Techniken. Sie lassen gerne ihr gesamtes Personal durcheinander turnen. Hier arbeiten sie ganz hochkulturell mit der Assemblage-Technik von Jean Dubuffet, wenn sie aus Tau und Klammern eine Wäscheleine für ihre Unterwäsche-Zeichnungen simulieren. |
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| Kunstwerk TV heads |
| Diese debilen Kids haben kein Brett vor dem Kopf, sondern einen Fernseher. Das ist in Computer-Zeiten schon fast nostalgische Medienkritik von der „Fuck Your Crew". |
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