Erst könnte man meinen, das wäre der Hamburger Maigret der 90er Jahre, dann aber ist man irritiert - eine Pistole zu viel und die Panzerknacker-Augen lassen dann doch eher vermuten, dass das ein Geselle aus der Unterwelt ist, der nur nachts seine halbseidenen Geschäfte macht. Außerdem hat man das starke Gefühl: der Mann lebt allein, isst Wurst aus der Dose mit den Fingern, raucht dazu zu viele Kippen und ist auf jeden Fall auch einsam.
Spielt der Junge mit einer Cobra? Der Grusel für jeden Schlangen Phobiker. Aber die kindliche Naivität und der Freigeist lässt die seltsame Freundschaft zu und so macht man sich doch gar keine Sorgen um den kleinen Knirps, vielleicht sollte man viel eher Mitleid mit der Schlange haben, die bald auch ganz kindlich lustig auf den Boden geschleudert werden könnte.
Armes Häschen bist Du krank, dass Du nicht mehr hüpfen kannst? Nein, es hat ja noch kämpferisch die Fäuste geballt und wird sich im Zweifelsfall zur Wehr setzen können.
Wo dieses knuffige Kerlchen herkommt-keine Ahnung. Auf Styropor in knalligem Orange ist er kaum zu übersehen und erfreut die Passanten. Falls die Sonne mal wieder nicht scheint, einfach vorbeigehen und daran erfreuen.
Ameisen, Käfer, Fliegen... nennen wir sie "Untergrundleben", aber Tatsache ist, dass sie uns Stadtbewohnern nur selten auffallen. Ähnlich verhält es sich mit diesen Ameisen, die hier so geschäftig die Fassade auf- und abeilen. Auch wenn sie nicht auf den ersten Blick hervorstechen, sind sie hier und manifestieren ihr Dasein ebenso wie wir.
Seltener Besuch in Hamburg. Diese Mädchen ist aus Paris oder vielleicht aus Berlin Mitte. Sie trägt hippe Leggings, sowas wie Chloé Heels und ein sündhaft teures Vintage Kleid. Natürlich sieht sie fantastisch aus und ist verträumt melancholisch-charmant - eine Mischung, die auch emanzipierte Jungs immer wieder zum Schmelzen bringt und toughe Frauen nervt. So wird sich manch Hamburger mit 90cm Matratze in Plattensammlung-WG heute wünschen, ihr bisschen mehr bieten zu können als das. Aber Jungs, keine Sorge: für paar Tage findet sie das "künstlerische" an Euch total cool.
Man muss einen Moment länger hinschauen, um hier die drei Buchstaben B-A-D zu erkennen. Aber auch das ein Markenzeichen des unbekannten Künstlers, der vor allem durch Installationen dieses Schriftzugs auf sich aufmerksam macht. Hier ein kleines Stück Oase auf Knöchelhöhe. Die Kunstrasen-Installation läuft Gefahr, sich zum Fußabtreter ungewollter brauner Fundstücke zu machen, aber.. who's that bad?!
Quak, quak - der Weg ist noch weit vom betonierten Altona bis zur Außenalster...da macht sie sich auf - die tapfere Entenmama mit ihrer siebenköpfigen Kinderschar. Die Kinder sollen es schließlich mal besser haben, denn wer residiert nicht lieber am Hamburger Promi-Gewässer als mitten im Grau...?
Ob das noch mal eine Erinnerung an vergessenene Neujahrsvorsätze sind? Jedenfalls wirkt dieses Männchen von 1010 sehr sportlich und mobil, wohin es geht, werden wir wohl nicht erfahren. Mit der Aufschrift "I Move"macht sich das Männchen auf die Reise
Über 200 Hamburger Künstler, mit dabei Daniel Richter, besetzten seit August 2009 die historischen Gebäude des Gänge-Viertels und erwirkten, dass die Stadt die Gebäude von einem Investor zurückkauft. Die Künstler demonstrierten friedlich für die Erhaltung von Kreativ-Räumen im Innenstadtbereich. Die Kultur-Senatorin Karin von Welck sagt dazu: "Unser Ziel ist es, das Gängeviertel zu einem lebendigen, kreativen innerstädtischen Quartier weiterzuentwickeln." - das war es bereits die letzten Monate. Zu hoffen ist, dass wirklich Ateliers und Kunsträume entstehen für Künstler ohne die typischen Hamburger Agenturnasen, die sich gerne mal als Künstler fühlen.
Über 200 Hamburger Künstler, mit dabei Daniel Richter, besetzten seit August 2009 die historischen Gebäude des Gänge-Viertels und erwirkten, dass die Stadt die Gebäude von einem Investor zurückkauft. Die Künstler demonstrierten friedlich für die Erhaltung von Kreativ-Räumen im Innenstadtbereich. Die Kultur-Senatorin Karin von Welck sagt dazu: "Unser Ziel ist es, das Gängeviertel zu einem lebendigen, kreativen innerstädtischen Quartier weiterzuentwickeln." - das war es bereits die letzten Monate. Zu hoffen ist, dass wirklich Ateliers und Kunsträume entstehen für Künstler ohne die typischen Hamburger Agenturnasen, die sich gerne mal als Künstler fühlen.
Besonders schön sind die Vögel von 1010, wenn er nach Portugal reist und verfallene Häuser mitten in der Natur bemalt - zu sehen auch auf seinem blog www.10101010101010101010.biz/ - Elitär und nicht Dein Kumpel! Die Vögel wünscht man sich tausend mal größer als hier auf dieser kleinen Fliese. Aber: es ist ja noch ein Baby - vielleicht wächst die Vogelfamilie auch schon bald in Hamburg.
Who's bad? Das fragen wir uns nicht nur, weil wir den Tod unseres kürzlich verstorbenen King of Pops noch nicht überwunden haben, sondern vor allem weil der in Hamburg aktive Künstler Bad oder BAD BH uns Rätsel aufgibt. Wer ist dieser Bad, der uns mit Installationen und Stencils begeistert? Wir wissen es nicht, aber wir freuen uns, wenn wir seinen Schriftzug entdecken - hoch oben an der S-Bahn Brücke, an einem Treppenabsatz in Kunstrasen oder in einem eye-candy Stencil.
Malerisch und doch illustrativ ist dieses Bild hier eingebettet in eine anmutende Komposition aus drei Kreisen, einer Spinne, die man nicht lebendiger Natur treffen will und einem quietschgrellen Kitschbild. Die dunklen Farben des Gangsta-Typen und der Feuerball dahinter stehen im Kontrast mit der knalltürkisen Signatur des Künstlers.
Vögel prägen das Stadtbild und als Motiv tauchen sie in den Werken von Anne Pfirsich immer wieder auf. Dieser Birdie fällt mit seinem exotisch, farbenfrohen Gefieder allerdings besonders auf.